Geschichte

Geschichte

  1. März 1948

Das erste vorhandene Schriftstück weist aus, dass der Schwimmverein „Wasserfreunde 1948 Holzminden“ am 17. März 1948 gegründet wurde. Schon einige Tage zuvor hatte eine Zusammenkunft in kleinem Rahmen stattgefunden. Anwesend bei dieser Vorbesprechung waren: Hanne Gröning, Dr. Paul Nedderhut, Werner Somborn, Berthold Eyssen und Hans Bergler, um nur einige Namen zu nennen. Der, bei der Gründungsversammlung im Cafe Vogt gewählte, Vorstand bestand aus: 1. Vorsitzender Werner Somborn, 2. Vorsitzender und Schriftwart Hans Bergler und Kassenwart Berthold Eyssen. Es wurde unter anderem beschlossen bei der anstehenden Hauptversammlung folgende Mitgliedsbeiträge vorzuschlagen: Kinder 0,50 Reichsmark, Jugendliche 1,00 Reichsmark und Erwachsene 1,50 Reichsmark.

  1. April 1948

Nachdem die Stadt Holzminden am 07. April 1948 den Verein genehmigt hatte, fand am 07. Mai die erste Hauptversammlung statt. Zu dieser Versammlung konnten bereits 17 Mitglieder begrüßt werden. Bei der Neuwahl des Vorstandes übernahm Dr. Paul Nedderhut den Posten als 1. Vorsitzender. Da die Weserbrücke in den letzten Kriegstagen gesprengt worden war, konnte das Freibad zu diesem Zeitpunkt nur durch eine Fähre erreicht werden. Trotzdem konnten zum ersten Anschwimmen am 30. Mai 1948 im Freibad der Stadt Holzminden, jenseits der Weser, schon 30 Teilnehmer begrüßt werden. Die Mitgliederzahl erhöhte sich bis zum Jahresende 1948 auf 79; 22 Kinder, 16 Jugendliche und 41 Erwachsene. Zu diesen Mitgliedern gehörte auch der spätere Vorsitzende und Mentor Hans-Jürgen Eyssen

1948 Wasserball

Die Wasserball Mannschaft der Wasserfreunde Holzminden wurde im Gründungsjahr nicht nur Kreismeister sondern belegte bei den Bezirksmeisterschaften im November 1948 im Göttinger Stadtbad den zweiten Platz. Aufgrund dieser Erfolge gewann der Wasserball Sport im Holzminden immer mehr an Bedeutung. Neben einer Herrenmannschaft bildete sich auch bald eine Jugendmannschaft

1948 Sportschwimmen

Das Sportschwimmen hatte von Anfang an eine besondere Bedeutung bei den Wasserfreunden. Dies spiegelt sich besonders in den Erfolgen wieder. So konnte die damalige Wettkampfgruppe bereits im ersten Halbjahr nach der Gründung bei Kreismeisterschaften die Überlegenheit im Frauenschwimmen beweisen. Von sechs ausgetragen Meisterschaften konnten damals fünf gewonnen werden. Männliche Schwimmer gab es zu diesem Zeitpunkt eher wenige, diese zeigten jedoch Ihr Können. So wurde Werner Schubert während seiner aktiven Phase zigmaliger Deutscher Meister bei den Senioren. Wolfgang Musik wurde im Laufe seiner Schwimmer-Karriere wiederholt Deutscher- und auch Europameister des Militärs. Auch Adolf Schuwicht, Uta und Ralf Schwager, Michael Reishauer und Hans-Jürgen Eisen und viele andere weitere sind in den Protokollen des Landes-, Bezirks- und Kreismeisterschaften oft auf den ersten Plätzen zu finden.

1950 Wasserball

Im Jahr 1950 konnte im Freibad Holzminden die Vorschlussrunde zur deutschen Wasserball Meisterschaft ausgerichtet werden. 20 Vereine aus dem gesamten norddeutschen Raum nahmen mit ihren Mannschaften teil. Auch die Herrenmannschaft der Wasserfreunde nahmen teil. In den folgenden Jahren verbuchten gerade die ersten Herren Mannschaften und auch die Jugendmannschaften große Erfolge. Ausgehend davon, dass in den Anfangszeiten nur in den Sommermonaten im Freibad trainiert/gespielt werden konnte (bei manchmal recht kalten Wassertemperaturen um 15 Grad Celsius) also einem Verein ohne Winterbad, war erstaunlich dass beide Mannschaften in den 50er Jahren bis in die norddeutsche Spitze vordringen konnten. Je mehr Hallenbäder dann im Lauf der Zeit gebaut wurden, je mehr Trainingsmöglichkeiten den größeren Vereinen zur Verfügung standen, desto schwerer wurde es für die Holzmindener Mannschaft den Anschluss zu halten. Es blieb deshalb nicht aus, dass bei fehlendem Erfolg Frust aufkam und somit Anfang der 60er Jahre dieser schöne, wenn auch harte Sport, zum Erliegen kam. Versuchsweise wurde nach dem Bau des Holzmindener Hallenbad ein Neuaufbau gestartet, doch dabei blieb es. Die Holzmindener Wasserballer unterstützten dann zukünftig den in Stadtoldendorf ansässigen Verein.

1952 Kunst- und Turmspringen

1952 konnten Hans Bergler, ehemaliger Kunst und Turmspringer aus Berlin sowie Hanne Gröning für die Kunst- und Turmspringsparte der Wasserfreunde gewonnen werden. Bald wuchs die Anzahl an talentierten Jungen und Mädchen. Durch Unterstützung von „Papa Gringel“, dem Landestrainer, gelang es dann 1954 Uta Schulze und Marianne Lessei zweite und dritte Plätze bei den Deutschen Jugendmeisterschaften zu belegen. Leider verließen die beiden Trainer aus beruflichen Gründen Holzminden, wodurch der Traum vom Kunst- und Turmspringen sehr schnell zu Ende war. Auch hier wurde die Wiedergeburt Mitte der 60er Jahre versucht doch leider blieb es bei dem guten Willen.

1960 Sportschwimmen

Wie bereits beim Wasserball wuchs auch im Sportschwimmen in den 60er Jahren der Frust aufgrund der schlechten Trainingsmöglichkeiten und dem daraus resultierenden ausbleibenden Erfolg. Dem Ehepaar Michaelis gelang es jedoch eine kleine Gruppe Spitzen-Schwimmer in Holzminden zu halten und vor allem aber die Breitensportarbeit in den Vordergrund zu stellen. In den Wintermonate war nun, neben dem Training im Freibad, auch schon im zweiwöchigen Abstand ein Training im Hallenbad Stadtoldendorf möglich.

1971 Eröffnung des Hallenbades in Holzminden

Der Bau des Hallenbades sollte für die Vereinsentwicklung einen Wendepunkt darstellen. Durch die Möglichkeit eines ausgiebigen Wintertrainings, stieg die Mitgliederzahl der Wasserfreunde sprunghaft auf erstmals in der Vereinsgeschichte 300 an. Die Arbeit im Breitensport konnte ausgeweitet werden und zwangsläufig kristallisierten sich Talente heraus, die es zu fördern galt. Eine auf ca. 30 Personen umfassende Wettkampfmannschaft wurde auf die Beine gestellt. Es war den Trainern jedoch klar, dass der Vorsprung jener Vereine, die schon länger ein Hallenbad zur Verfügung gestellt bekommen hatten, nicht von heute auf morgen aufzuholen war. Aus einer wöchentlichen Trainingsstunde konnte nach schwierigen Verhandlungen mit der Stadt Holzminden dann eine zweite Übungsstunde hinzu gewonnen werden. Die Erfolge blieben dann auch nicht aus.

Beim 27. Einladungsschwimmfest im Holzmindener Freibad konnte seit langer Zeit wieder ein Pokal nach Holzminden geholt werden. Dieser steht noch heute in der Vitrine des Hallenbades Holzminden.

Durch einen glücklichen Zufall zog die Familie Winkel nach Holzminden. Mit den Geschwistern Klaus und Monika Winkel zog der D-Kader ins Schwimmbad nach Holzminden. Mit der Unterstützung des Schwimmverband Niedersachsen wurde eine Talentgruppe in Holzminden gegründet. Die Stadt Holzminden genehmigte ein fünfmaliges Training pro Woche um die Talente zu fördern. Daraus entwickelt sich eine, nicht nur auf Holzminden begrenzte Mannschaft von Schwimmer und Schwimmerinnen. Schwimmer aus den umliegenden Städten konnten integriert werden. Dies war der Beginn einer noch heute andauernden großartigen Erfolgsgeschichte der Holzmindener Schwimmer. Der Name Wasserfreunde Holzminden wurde weit über die Grenzen Niedersachsens heraus bekannt.

Hans Jürgen Eyssen übernahm bald wichtige Aufgaben im Verein und führt ihn später auch sicher durch raue Gewässer. Ein hoher Zeitaufwand, ständige Weiterbildung sowie die Offenheit für neue Trainingsmethoden zahlten sich bald aus.

1970-80 Sportschwimmen

In den 70iger und 80iger Jahren schwammen die Wasserfreunde auf Erfolgskurs. Zahlreiche Vereinsrekorde, die bis heute ungeschlagen sind, wurden aufgestellt und auch bei Wettkämpfen schwammen Sie anderen Vereinen davon.

2017 Aqua Zumba

Die Wasserfreunden Holzminden holen das neue Trend-Workout nach Holzminden. Zumba-Fitness kennt mittlerweile fast jeder: Das lateinamerikanische Tanz-Workout hat schon viele Fitnessstudios und Vereine erobert. Nun sind die Schwimmbäder an der Reihe, denn Zumba-Fitness gibt es jetzt auch im Wasser. Hier nennt man es „Aqua Zumba“. Die Wasserfreunde Holzminden stellen das sogenannte „Aqua Zumba im Tiefwasser“ erstmals in Holzminden vor.

 

2018

Der Schwimmverein „Wasserfreunde Holzminden“ gehört seit  70 Jahren zu den erfolgreichsten Schwimmvereinen in der Region. Neben dem Wettkampfschwimmen sind hier Schwimmlernkurse für Jung und Alt, Kurse zum Erlernen der Freistiltechnik, Kurse zum Erlernen der Schwimmstile für den Nachwuchs sowie Aqua Zumba, zu finden.